Die Osteopathie ist eine manuelle Form der Medizin. Entwickelt wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt Dr. A. T. Still. Das Ziel der Osteopathie ist das Erkennen von Funktionsstörungen im Körper sowie deren Behandlung unter ganzheitlichen Gesichtspunkten. Diagnose und Therapie erfolgen mit spezifischen osteopathischen Techniken. Das Ziel des Osteopathen ist das Aufspüren und die Korrektur der eigentlichen Ursachen.

Grundsätzlich sei noch angemerkt, dass die Osteopathie in Deutschland weder von der evidenzbasierten Medizin anerkannt, noch bezüglich Wirkung und Wirksamkeit durch valide wissenschaftliche Studien bewiesen ist. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Osteopathie in Deutschland mittlerweile in anerkannten Studiengängen mit Bachelor oder Master Abschluss studiert werden kann. Alle „Anwendungsgebiete“ der Osteopathie sind demzufolge aus rechtlicher Sicht derzeit Beobachtungen einzelner Therapeuten ohne Anspruch auf wissenschaftliche Anerkennung. So sind alle Hinweise zu verstehen. Fragen Sie mich gerne zu diesem Thema.

Die Osteopathie lässt sich in drei Teilbereiche unterteilen:

  • Parietale Osteopathie: Behandlung der Muskulatur und der Gelenke unter Berücksichtigung manueller und chirotherapeutischer Techniken.
  • Craniosacrale Osteopathie: Behandlung der Schädelknochen und des Nervensystems.
  • Viszerale Osteopathie: Behandlung der Inneren Organe.

Man kann sagen, dass die parietale Osteopathie sich mit den Erkenntnissen der Schulmedizin noch am nächsten trifft. Das aber die pathophysiologischen Vorstellungen der craniosacralen Osteopathie so weit von der evidenzbasierten Medizin entfernt sind, das eine Verständigung der beiden Lager kaum möglich ist.

Ich möchte an dieser Stelle die zahlreichen Anwendungsgebiete, die die Osteopathie für sich aus ihrem Selbstverständnis als komplementärmedizinische Disziplin beobachtet, beschreibt und behandelt, gar nicht nennen. Bereits die traditionelle Bezeichnung, die sich ja aus Knochen und Leiden zusammensetzt, ist bei weitem überholt, wie ein Blick auf die drei Teilbereiche zeigt. Das sollte in einem Gespräch vorgestellt und erläutert werden. Dafür nehmen wir uns immer Zeit.

Grenzen der Osteopathie
  • Bei schweren Erkrankungen wie Krebs, Infektionskrankheiten und akuten
psychiatrischen Erkrankungen ist die Osteopathie nicht indiziert.

Haben Sie also Fragen bezüglich der Osteopathie und deren Anwendungsmöglichkeiten? Scheuen Sie sich bitte nicht Kontakt aufzunehmen. Per E-Mail oder telefonisch beraten wir Sie gerne weiter.

Geschichte der Osteopathie

Ihren Ursprung findet die Osteopathie in den USA, Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit entwickelte sich die Schulmedizin rasant weiter. Bedingt durch die zunehmende Spezialisierung und Aufgliederung in einzelne Fachbereiche, entfernte sich die Schulmedizin jedoch weiter von dem Konzept der ganzheitlichen Medizin.

Auf der Suche nach Alternativen entwickelte der Arzt Andrew Taylor Still ein neues therapeutisches Konzept: Die Osteopathie. Sein Student, der amerikanische Arzt William G. Sutherland, entwickelte in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts das Konzept der Cranio-Sacralen Osteopathie. Die Cranio-Sacral-Therapie ist eine sanfte, manuelle Form der Körperarbeit. Die Behandlung findet hauptsächlich am Schädel (Cranium) sowie am Kreuzbein (Sacrum) statt, ist aber wissenschaftlich nicht bewiesen.

Der jüngste Bereich der Osteopathie, die Viszerale Osteopathie, wurde besonders von Jean-Pierre Barral in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts begründet. In der Viszeralen Osteopathie wird sowohl die Beweglichkeit der Organe zueinander, als auch das umgebene Muskel- und Bindegewebe untersucht und behandelt.